Mastercard bei Wettanbietern: Einzahlung, Auszahlung und Kosten
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Eine Kreditkarte von Mastercard funktioniert bei nahezu allen lizenzierten Wettanbietern in Deutschland, und das aus gutem Grund. Mastercard wird in mehr als 210 Ländern akzeptiert, mit etwa 35 Millionen Vertragsunternehmen und einer Million Bargeldauszahlungsstellen; in Deutschland nehmen rund 515.000 Händler die Karte. Wer ein Konto bei einem Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis eröffnet, kann die erste Einzahlung in der Regel direkt über die Karte abwickeln, ohne zwischengeschaltete E-Wallets oder Banklaufzeiten. Die Karte ist damit der unauffällige Standardfall und nicht der Sonderweg. Was sie kostet, wie schnell Gewinne zurückfließen und warum die Karte auf den Namen des Kontoinhabers lauten muss, steht im Folgenden.

Stand: October 17, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).
Die Zahlungsabwicklung mit Mastercard: Einzahlung, Mindestbeträge und Gebühren
Mindesteinzahlungen liegen bei Mastercard meist zwischen 1 € und 10 €. Winamax nimmt die Karte bereits ab 1 €, AdmiralBet ab 5 €, Wettarena ab 10 € und Sportwetten.de ab 10 €. Wer mit kleineren Beträgen testet, was ein Anbieter taugt, hat bei einigen Anbietern mehr Spielraum als bei anderen. Die Spanne ist überschaubar, aber sie entscheidet darüber, ob ein Wettender mit 5 € starten kann oder ob er zunächst 10 € auf das Konto laden muss, bevor die erste Wette überhaupt platzierbar ist.

Bei den Gebühren zeigen sich die Anbieter großzügig. Winamax, AdmiralBet, Sportwetten.de und Wettarena werben ausdrücklich damit, dass Mastercard-Einzahlungen ohne Transaktionsgebühr des Anbieters abgewickelt werden. Das heißt nicht, dass die Karte selbst kostenlos ist: Die kartenausgebende Bank kann ein Auslandsentgelt oder ein Entgelt für Glücksspieltransaktionen erheben. Wer auf der Rechnung seines Kreditkartenkontos einen überraschenden Posten findet, hat es fast immer mit der Hausbank zu tun und nicht mit dem Wettanbieter.
Bearbeitet wird die Einzahlung in Echtzeit. Der Betrag steht binnen Sekunden auf dem Wettkonto, und der Wettschein lässt sich ohne Wartezeit abgeben. Die Technik dahinter ist schlicht: Die Anbieter arbeiten mit Standard-Acquirern, die in Sekundenbruchteilen eine Autorisierungsanfrage an die kartenausgebende Bank schicken. Was folgt, ist die Buchung des Betrags, eine Bestätigungsmail und ein Konto, das den Einsatz aufnimmt.
Auszahlung auf die Mastercard: Funktioniert das, oder nur Banküberweisung?
Die Auszahlung folgt einer einfachen Regel: Gewinne gehen zurück auf demselben Weg, auf dem das Geld gekommen ist. Wer mit Mastercard eingezahlt hat, bekommt sein Geld im Grundsatz auch auf die Mastercard zurück. Das ist die Pflicht zur sogenannten geschlossenen Wertschöpfungskette, die im Glücksspielstaatsvertrag (§ 6b Abs. 4) verankert ist und Geldwäsche verhindern soll. Die Auszahlung läuft dann nicht als erneute Kartenzahlung, sondern als Gutschrift auf das Kreditkartenkonto, und sie braucht Zeit, weil die kartenausgebende Bank den Betrag zunächst verbuchen muss.
Die Bearbeitungsdauer hängt vom Anbieter ab. AdmiralBet gibt an, Auszahlungsanforderungen innerhalb von drei Arbeitstagen zu bearbeiten, vorausgesetzt die Identität des Spielers ist verifiziert. Andere Anbieter schaffen es schneller, andere langsamer. Auf der Kreditkartenabrechnung taucht die Gutschrift dann mit einer weiteren Verzögerung von wenigen Tagen auf, weil die Hausbank den Eingang erst verbuchen muss. Wer das Geld in den nächsten 48 Stunden auf dem Konto sehen will, ist bei der Banküberweisung an sein Girokonto besser aufgehoben; die ist langsamer im Anstoß, aber im Geldbeutel oft schneller.
Wettarena weicht von der Regel ab: Dort sind Auszahlungen auf Mastercard nicht möglich, sondern nur per Banküberweisung. Wer dort einzahlt, bekommt Gewinne grundsätzlich auf das Bankkonto. Bei ODDSET wiederum gehen Gewinne über 15.000 € nur per Banküberweisung raus, auch wenn die Einzahlung per Karte lief. Wer größere Beträge bewegt, sollte vor der Einzahlung prüfen, ob der bevorzugte Auszahlungsweg zu seinem Konto passt.
Bonus und Einzahlungsbonus mit Mastercard: Was die Willkommensangebote wirklich bedeuten
Vier der zehn lizenzierten Anbieter koppeln ihr Willkommensangebot direkt an die Ersteinzahlung, und die Bedingungen unterscheiden sich erheblich. Sportwetten.de gibt 100 % der ersten Einzahlung, maximal 100 €, sofort nach einer Ersteinzahlung von mindestens 10 € als Bonusgeld. Das ist der schlichteste Fall: Einzahlen, Bonus wird gutgeschrieben, fertig.
Bet365 bewirbt „bis zu 100 € in Wett-Credits“ für Neukunden. Die Wett-Credits werden freigegeben, sobald qualifizierende Wetten im Wert der Einzahlung abgerechnet sind. Gewinne aus Wetten, die mit Wett-Credits platziert wurden, enthalten den Einsatz der Credits nicht. Wer einen 10-€-Credit bei einer 3,00-Quote setzt, bekommt 30 € zurück: 20 € Gewinn plus 10 €, die als reale Auszahlung zählen, und nicht 30 €, weil der Credit kein Geld war, das zurückgezahlt werden müsste.
Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets selbst. Die Einzahlung muss allerdings einmal umgesetzt werden, bei einer Obergrenze von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Das ist eine sehr niedrige Mindestquote, die in der Praxis fast jeder Wette standhält, und eine Auszahlungsobergrenze, die verhindert, dass die Einzahlung über den Bonus hinaus verspielt wird, um sie auszahlungsfähig zu machen.
MERKUR BETS bot bei einer Ersteinzahlung ab 1 € eine Freebet über 25 €; verliert die erste qualifizierende Kombiwette, wird der Einsatz bis 75 € als Freebet erstattet, sofern vor der Wette die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt wurde. Das ist eine Mischung aus Vorab-Freebet und Verlustabsicherung, und beide Komponenten sind Freebets, deren Einsatz bei einem Gewinn nicht zurückfließt.
Bpremium arbeitet mit einer Fünf-für-Bonus-Regel: Bonusgewinne aus Sportwetten können erst nach dem Fünffachen des Bonusbetrags und dem Fünffachen der zugehörigen Einzahlung bei Dezimalquoten ab 1,7 ausgezahlt werden. Angebote sind nur einmal nutzbar. Wer einen 50-€-Bonus mit 50-€-Einzahlung mitnimmt, muss 500 € Bonusumsatz und 250 € Einzahlungsumsatz bei Quoten ab 1,7 unter Dach und Fach bringen, bevor eine Auszahlung möglich ist. Das ist deutlich strenger als bei den meisten Mitbewerbern und es kostet Zeit.
Was das im Alltag bedeutet: Ein „100-%-Bonus“ klingt nach geschenktem Geld, ist aber eine Vorauszahlung auf einen Umsatz, der erst erbracht werden muss. Die Marketing-Formulierung verschweigt, dass ein großer Teil des Bonusbetrags durch die erforderlichen Wetten an die Marge des Anbieters verloren geht, bevor der Bonus je ausgezahlt wird. Wer einen Bonus annimmt, sollte die Mindestquote, den Umsatzfaktor und die Frist kennen, sonst läuft der Bonus sang- und klanglos ab.
Die Rechtslage in Deutschland: GGL-Whitelist und was die Erlaubnis bedeutet
Wer in Deutschland Sportwetten anbietet, braucht eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Die Behörde mit Sitz in Halle (Saale) führt die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV, und nur die dort eingetragenen Anbieter dürfen in Deutschland legal Sportwetten im Internet vermitteln. Der aktuelle Stand der Liste wird im Internet veröffentlicht, und jede Spalte, die dort fehlt, fehlt mit gutem Grund. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Wirkung, und die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt.

Die Whitelist führt den Domain-Namen und den erlaubten Inhaber. Für Bet365.de ist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta eingetragen. Für Bet-at-home.de die Bet-at-home.com Internet Limited, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 02.11.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Für Sportwetten.de die NetX Betting Limited, für bpremium die Ladbrokes (Deutschland) Limited, für AdmiralBet die Greentube Betting Malta Limited, für Winamax die WINAMAX (Société anonyme), für Betano die Betkick Sportsbetting Limited und für Betway die Betway Limited. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1); die Whitelist zeigt das Ausstellungsdatum, aber kein Enddatum, was bedeutet, dass die Liste nur so lange gilt, wie die Behörde die Erlaubnis nicht ausdrücklich zurücknimmt.
Wer prüfen will, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis hat, geht auf die Whitelist. Eine Whitelist-Suche nach dem Domain-Namen zeigt, ob der Anbieter dort geführt wird und unter welcher Firma. Eine .de-Domain allein beweist nichts; ein Blick auf die Liste ist in zwei Minuten erledigt und beantwortet die Frage eindeutig. Wer dort nicht auftaucht, hat in Deutschland keine Erlaubnis.
Die Whitelist ist nicht nur eine juristische Formalität. Sie bündelt die Spielregeln, die im Glücksspielstaatsvertrag stehen: Einzahlungslimit, Panikbutton, Sperrdatei, Parallelspielverbot und die Pflicht zur Verifizierung greifen nur, wenn der Anbieter mit der deutschen Aufsicht verbunden ist. Offshore-Anbieter kennen diese Mechanismen nicht, weil sie niemand kontrolliert. Wer dort einzahlt, gibt die Werkzeuge aus der Hand, die der deutsche Rechtsrahmen für den Spielerschutz bereithält.
OASIS, LUGAS und der Schutzmechanismus, der nur bei lizenzierten Anbietern greift
Drei Akronyme prägen den Spielerschutz bei lizenzierten Wettanbietern: OASIS, LUGAS und das Einzahlungslimit. OASIS ist die Sperrdatei, die bei jeder Registrierung und jedem Login abgefragt wird. Wer sich selbst sperren lässt, kann bei keinem lizenzierten Anbieter in Deutschland mehr ein Konto eröffnen oder eine Wette platzieren. Die Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer im Affekt eine Sperre auslöst, ist damit für ein ganzes Jahr ausgesperrt, und genau das ist der Sinn: Die Sperre überbrückt den Moment, in dem der Entschluss gereift ist, nicht den Moment, in dem er gereift sein wird.
LUGAS ist die Limitdatei, die das monatliche Einzahlungslimit durchsetzt. Die Grundeinstellung liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat, und zwar kumuliert über alle lizenzierten Anbieter hinweg, an denen der Spieler ein Konto hat. Wer 300 € bei Anbieter A einzahlt, hat bei Anbieter B nur noch 700 € übrig. Anbieter dürfen das Limit auf bis zu 10.000 € anheben, wenn der Spieler seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweist, und bis 30.000 € bei höchstens einem Prozent der aktiven Spieler; eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen Karenzzeit.
Parallel zu OASIS und LUGAS läuft die Aktivitätsdatei: Sie stellt sicher, dass ein Spieler nicht gleichzeitig bei mehreren Anbietern aktiv spielt. Wer ein Konto bei Anbieter A geöffnet hat, kann nicht zur selben Zeit eine Wette bei Anbieter B platzieren. Das verhindert, dass ein Spieler über mehrere Konten versucht, das Einzahlungslimit zu umgehen, und es schränkt die Möglichkeiten ein, spontan zwischen Anbietern zu wechseln.
Der Panikbutton löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, und der Spieler kann in dieser Zeit keine Wetten platzieren. Wer abends merkt, dass die Kontrolle kippt, drückt den Knopf, schläft darüber, und am nächsten Morgen sieht die Lage oft anders aus. Der Panikbutton ist kein Ersatz für OASIS, sondern ein Druckventil für den akuten Moment.
Wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, hat keinen Zugriff auf OASIS, keine Sperrdatei, kein Limit und keine Aufsicht. Die GGL kann dort nichts ausrichten, weil der Anbieter seinen Sitz nicht in Deutschland hat und keine deutsche Erlaubnis besitzt. Das Versprechen „ohne OASIS, ohne LUGAS“, das manche Werbung macht, ist in Wahrheit ein Versprechen auf weniger Schutz, nicht auf mehr Freiheit. Die deutsche Aufsicht kann einen Anbieter aus dem Verkehr ziehen, Zahlungen blockieren und den Zugang zum Netz sperren lassen, aber nur, wenn der Anbieter im Geltungsbereich des Glücksspielstaatsvertrags tätig ist.
Verantwortungsvolles Wetten mit der Mastercard: Was das Einzahlungslimit konkret bedeutet
Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat ist kein Vorschlag, sondern eine Sperre, die technisch durchgesetzt wird. Wer am 15. des Monats 800 € eingezahlt hat, kann in den verbleibenden Tagen nur noch 200 € nachladen, gleichgültig bei welchem Anbieter. Die kartenausgebende Bank kennt das Limit nicht; es wird auf Seiten des Wettanbieters geprüft, und die Limitdatei führt Buch über alle Einzahlungen des Spielers in allen lizenzierten Häusern.
Wer plant, mit der Mastercard größere Beträge zu bewegen, muss vorher entscheiden, ob das Standardlimit ausreicht. Für die meisten Freizeitspieler ist 1.000 € im Monat mehr als genug; für High Roller ist es eine Bremse. Wer mehr einzahlen will, muss seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen, etwa durch Gehaltsabrechnungen, und das geht nicht ad hoc. Die Stelle, die das prüft, ist nicht die Hausbank, sondern der Wettanbieter in Zusammenarbeit mit der Limitdatei.
Die Karte hilft auch beim Überblick: Wer jeden Monat eine feste Summe auf das Wettkonto lädt und danach die Karte aus dem Spiel nimmt, hat den Konsum klar abgegrenzt vom Alltag. Kreditkarten erlauben es, das Budget auf einen einzigen Vorgang zu konzentrieren, und wer danach die Karte für andere Zwecke weiter nutzt, sieht die Wettausgaben in einer eigenen Buchung. Das ist ein psychologischer Vorteil gegenüber der Bareinzahlung, bei der das Geld im Portemonnaie verschwindet.
Wer merkt, dass das Wetten überhandnimmt, hat mehrere Anlaufstellen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet unter www.check-dein-spiel.de ein kostenloses Beratungsangebot, und die Anbieter selbst verlinken auf Hilfeseiten. Wer sich selbst sperren lassen will, kann das bei jedem lizenzierten Anbieter beantragen, und die Sperre gilt automatisch für alle anderen.
Die Top-10-Wettanbieter mit Mastercard in Deutschland im Vergleich
Die folgende Tabelle zeigt die zehn lizenzierten Anbieter, die Mastercard als Einzahlungsmethode akzeptieren, mit dem Datum der Sportwetten-Erlaubnis und dem Inhaber nach der GGL-Whitelist (Stand 02.10.2026).
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status | Inhaber der Erlaubnis | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| 888sport | Whitelist-Eintrag, Sportwetten | 888 Germany Limited | 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 15.12.2022) |
| bet-at-home | Whitelist-Eintrag, Sportwetten | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022) |
| Sportwetten.de | Whitelist-Eintrag, Sportwetten | NetX Betting Limited | 19.11.2020 (Folgeerlaubnis 16.12.2022) |
| bpremium | Whitelist-Eintrag, Sportwetten | Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022) |
| AdmiralBet | Whitelist-Eintrag, Sportwetten | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 13.12.2022, 29.07.2024) |
| bet365 | Whitelist-Eintrag, Sportwetten | Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
| MERKUR BETS | Whitelist-Eintrag, Sportwetten | Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| Winamax | Whitelist-Eintrag, Sportwetten | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 (Folgeerlaubnis 08.12.2022) |
| Betano | Whitelist-Eintrag, Sportwetten | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 (Folgeerlaubnis 16.12.2022) |
| Betway | Whitelist-Eintrag, Sportwetten | Betway Limited | 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022) |
Die Tabelle zeigt nur den Status der Erlaubnis, nicht das Datum einer etwaigen Folgemaßnahme. Die Whitelist führt ausschließlich Ausstellungsdaten, kein Enddatum, was bedeutet, dass eine Erlaubnis so lange läuft, bis die GGL sie ausdrücklich zurücknimmt. Wer prüfen will, ob eine bestimmte Adresse noch aktuell ist, geht auf die Liste selbst.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
888sport
888sport wird in Deutschland von der 888 Germany Limited betrieben; die 888-Gruppe gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, und die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. 888sport trägt damit die Bilanz eines börsennotierten Konzerns, was die Bonität angeht, und gleichzeitig die übliche Struktur, dass die deutsche Lizenz an eine lokale Tochter gebunden ist. Das Sortiment umfasst die großen europäischen Ligen und ein ordentliches Livewetten-Angebot, dazu Standardmärkte und Tore über 2,5 Tore in der Breite. Für diejenigen, die einen seriösen britisch geprägten Anbieter mit deutscher Erlaubnis suchen, ist 888sport eine ruhige Wahl; wer auf der Suche nach Sonderwetten oder ausgefallenen Märkten ist, wird hier weniger fündig als bei Spezialisten.
bet-at-home
bet-at-home ist seit 02.11.2020 auf der Whitelist und gehört zur Bet-at-home.com Internet Limited. Die Marke steht für ein reduziertes Sortiment und überschaubare Quoten, die nicht immer die höchsten im Markt sind, dafür aber stabil. Wer den Anbieter kennt, weiß, dass die Stärke in der Verlässlichkeit liegt, nicht in der Vielfalt. Der Fünf-Prozent-Quotenabschlag, den ODDSET auf den Bruttogewinn erhebt, ist bei bet-at-home kein Thema; die Quoten kommen so auf den Bildschirm, wie sie sind. Für bet-at-home spricht die Beständigkeit über mehr als zwei Jahrzehnte; dagegen spricht das Programm, das hinter dem einen oder anderen Mitbewerber zurückbleibt.
Sportwetten.de
Sportwetten.de gehört zur NetX Betting Limited und ist seit 19.11.2020 lizenziert. Der Anbieter fällt durch ein Willkommensangebot auf, das ohne Umsatzbedingungen daherkommt: 100 % der ersten Einzahlung, maximal 100 €, sofort nach einer Ersteinzahlung von mindestens 10 €. Das ist ein klar kalkulierter Einstieg: Wer 100 € einzahlt, hat 200 € auf dem Konto, ohne dass ein Wettmarathon zur Auszahlung erforderlich wäre. Für Einsteiger, die einen Bonus mitnehmen wollen, ohne drei Tage lang durchzustarten, ist das ein angenehmer Einstieg. Die Kehrseite zeigt sich im Marktangebot, das schmaler ausfällt als bei den Platzhirschen.
bpremium
bpremium wird in Deutschland von der Ladbrokes (Deutschland) Limited betrieben, einem Namen mit langer Historie im britischen Buchmachergeschäft. Die Erlaubnis datiert auf den 09.10.2020, die Folgeerlaubnis auf den 21.12.2022. Die Besonderheit sind die Bonusbedingungen: Wer hier einen Bonus mitnimmt, muss den Bonusbetrag und den Einzahlungsbetrag jeweils fünfmal bei Quoten ab 1,7 umsetzen, bevor eine Auszahlung möglich ist. Das ist strenger als bei den meisten Mitbewerbern und kostet Zeit, weil die Wetten den Bedingungen standhalten müssen. Wer bereit ist, den Aufwand zu betreiben, bekommt einen Anbieter mit Ladbrokes-Erbgut; wer das nicht will, ist woanders besser aufgehoben.
AdmiralBet
AdmiralBet gehört zur Greentube Betting Malta Limited, ist seit 09.10.2020 lizenziert und hat im Juli 2024 eine weitere Folgeerlaubnis erhalten. Die Mindesteinzahlung bei Mastercard liegt bei 5 €, ohne Transaktionsgebühr des Anbieters. Auszahlungen erfolgen über dieselbe Methode wie die Einzahlung, und das Unternehmen gibt an, Auszahlungsanforderungen innerhalb von drei Arbeitstagen zu bearbeiten, sofern die Identität verifiziert ist. Die Identitätsprüfung läuft vor der ersten Auszahlung, was die Bearbeitung beim ersten Mal verlängert. Für Spieler, die mit kleineren Beträgen starten wollen, ist die 5-€-Schwelle niedriger als bei vielen Mitbewerbern.
bet365
Bet365.de wird von der Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta betrieben. Die Marke ist der Platzhirsch unter den Online-Buchmachern, mit dem breitesten Wettprogramm, dem tiefsten Livewetten-Angebot und einer Quote, die selten die schlechteste im Markt ist. Das Willkommensangebot ist eine Wett-Credits-Aktion: bis zu 100 € in Wett-Credits, die nach Abrechnung qualifizierender Wetten freigegeben werden. Gewinne aus Wetten mit Wett-Credits enthalten den Einsatz der Credits nicht. Wer einen 10-€-Credit bei 3,00 setzt, bekommt 20 € Gewinn ausgezahlt, nicht 30 €, weil der 10-€-Credit kein Geld war, das zurückgezahlt werden müsste. Das ist die Logik aller Freebets und Credits, und wer sie versteht, hat das Marketing-Getöse hinter sich gelassen.
MERKUR BETS
MERKUR BETS gehört zur Merkur Bets Malta Limited und ist seit 06.11.2023 lizenziert, später als die meisten Mitbewerber. Das Willkommensangebot kombiniert eine Freebet mit einer Verlustabsicherung: Bei einer Ersteinzahlung ab 1 € gibt es eine Freebet über 25 €; verliert die erste qualifizierende Kombiwette, wird der Einsatz bis 75 € als Freebet erstattet, sofern vor der Wette die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt wurde. Die 1-€-Schwelle ist die niedrigste im Testfeld, was den Einstieg mit kleinem Budget erleichtert. Das Sortiment ist im Aufbau, weil die Marke jünger ist als die Platzhirsche, aber die Auszahlungsmechanik unterscheidet sich nicht von der der älteren Anbieter.
Winamax
Winamax wird in Deutschland von der WINAMAX (Société anonyme) betrieben, einem französischen Unternehmen, das seit 29.06.2021 eine deutsche Erlaubnis hat. Winamax ist die niedrigste Hürde im Testfeld: Mastercard wird ab 1 € akzeptiert, ohne Gebühr des Anbieters. Das Willkommensangebot verdoppelt die erste Einzahlung bis 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets selbst; die Einzahlung muss einmal umgesetzt werden, bei einer Obergrenze von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Wer die Freebets annimmt und sofort auszahlen will, muss dazu die Einzahlung einmal bei einer beliebigen Wette zu einer Quote von 1,05 oder höher durchbringen, was praktisch jeder Wette gelingt. Für preisbewusste Spieler, die mit kleinen Beträgen einsteigen, ist Winamax die erste Adresse.
Betano
Betano gehört zur Betkick Sportsbetting Limited und ist seit 19.02.2021 lizenziert. Die Marke fällt durch ein dichtes Livewetten-Angebot und durch die Verzahnung mit Live-Streaming auf, das verifizierten Kunden ab einem bestimmten Mindestguthaben zur Verfügung steht. Als Zahlungsmethoden führt der Anbieter unter anderem Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung und Kreditkarten, womit Mastercard inkludiert ist. Für Spieler, die Livewetten mit Live-Streams kombinieren wollen, ist Betano eine offensichtliche Wahl; wer auf Pre-Match-Spezialmärkte aus ist, findet das Übliche.
Betway
Betway wird in Deutschland von der Betway Limited betrieben, ist seit 09.03.2021 lizenziert und hat im Dezember 2022 eine Folgeerlaubnis erhalten. Bei Betway liegt die Mindesteinzahlung per Paysafecard bei 5 € und die Mindestauszahlung bei 10 €; für Mastercard sind die Schwellen vergleichbar. Die Auszahlung auf das MyPaysafe-Konto dauert in der Regel weniger als 24 Stunden, was die Bearbeitungszeit für eine E-Wallet-Methode zeigt; die Auszahlung auf Mastercard folgt einer eigenen Mechanik, die mit der Hausbank des Karteninhabers zusammenhängt. Das Sortiment ist breit, mit einem Schwerpunkt auf europäischen Ligen und US-Sportarten, und die Quoten bewegen sich im oberen Mittelfeld des Marktes.
Häufig gestellte Fragen
Ist eine Einzahlung mit Mastercard bei lizenzierten Wettanbietern in Deutschland möglich?
Ja, alle zehn in der Tabelle aufgeführten Anbieter akzeptieren Mastercard für die Einzahlung. Die Mindestbeträge liegen zwischen 1 € bei Winamax und 10 € bei Wettarena und Sportwetten.de, Transaktionsgebühren des Anbieters werden in der Regel nicht erhoben. Wer wissen will, ob der gewählte Anbieter aktuell auf der Whitelist steht, prüft das auf der Seite der GGL.
Welche Mindesteinzahlung gilt bei Mastercard, und berechnen Wettanbieter dafür Gebühren?
Die Mindesteinzahlung variiert je nach Anbieter zwischen 1 € und 10 €. Winamax nimmt 1 €, AdmiralBet 5 €, Wettarena und Sportwetten.de 10 €. Gebühren des Anbieters werden bei den genannten Häusern nicht erhoben, allerdings kann die kartenausgebende Bank ein Auslands- oder Glücksspielentgelt verlangen. Das fällt nicht beim Wettanbieter an, sondern auf der Kreditkartenabrechnung.
Lassen sich Gewinne auf die Mastercard auszahlen, oder läuft die Auszahlung nur per Banküberweisung?
Grundsätzlich ja, Gewinne fließen auf demselben Weg zurück wie die Einzahlung. Das ist die Pflicht zur geschlossenen Wertschöpfungskette nach § 6b Abs. 4 GlüStV. Bei Wettarena ist die Auszahlung auf Mastercard ausgeschlossen, dort geht es ausschließlich per Banküberweisung. Bei ODDSET gehen Gewinne über 15.000 € nur per Banküberweisung, unabhängig von der Einzahlungsmethode.
Warum muss die Karte auf den Namen des Kontoinhabers laufen, und wie wirkt sich das auf Einzahlungen aus?
Das verlangt § 6b Abs. 4 GlüStV: Zahlungen sind nur von einem Zahlungskonto zulässig, das auf den Namen des Spielers lautet, und anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Die Logik ist die Geldwäsche-Prävention; wer mit einer fremden Karte einzahlt, hinterlässt eine Spur, die nicht zum Kontoinhaber passt. Die Anbieter prüfen den Namen, und eine Einzahlung mit einer Karte, die auf eine andere Person läuft, wird abgelehnt. Die einzige zulässige Ausnahme sind Karten, die von einem Dritten für Familienmitglieder ausgestellt sind, etwa eine Partnerkarte; aber auch dann muss der Karteninhaber identifizierbar sein.
Wie lässt sich auf der GGL-Whitelist prüfen, ob ein Wettanbieter, der Mastercard annimmt, eine deutsche Erlaubnis besitzt?
Die Whitelist wird auf der Seite der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder veröffentlicht und führt den Domain-Namen, den Inhaber und das Datum der Erlaubnis. Wer dort eine Domain nicht findet, hat es mit einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zu tun, und das gilt auch dann, wenn die Seite ein .de-Domain-Endung trägt. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Wirkung.
Was bedeutet „ohne OASIS“ oder „ohne LUGAS“ bei Anbietern mit Kartenzahlung, und welcher Schutz geht dort verloren?
OASIS ist die Sperrdatei, in der eine Selbstsperre hinterlegt wird, LUGAS ist die Limitdatei, die das monatliche Einzahlungslimit durchsetzt. Beide Mechanismen greifen nur bei lizenzierten Anbietern. Wer bei einem Anbieter spielt, der nicht auf der Whitelist steht, hat keinen Zugriff auf die Sperre und auf das Limit. Das Versprechen „ohne OASIS, ohne LUGAS“ ist in Wahrheit ein Versprechen auf weniger Schutz, nicht auf mehr Freiheit. Wer sich selbst sperren lassen will, kann das bei jedem lizenzierten Anbieter beantragen, und die Sperre gilt automatisch für alle anderen.
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