Online auf Cricket wetten – so sieht der Markt in Deutschland aus

Updated October 2026
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Stand: October 17, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Ein weites grünes Cricketfeld mit einem hellen Streifen in der Mitte, tief stehende Sonne, im Hintergrund eine leere Tribüne.
Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien; die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.

Cricket zählt zu den kleineren Sportarten auf dem deutschen Wettmarkt. Wer hier setzen will, muss zwei Dinge trennen: die rechtliche Frage – wer in Deutschland überhaupt Wetten anbieten darf – und die sportliche Frage – welcher Anbieter Cricket überhaupt ins Programm nimmt. Beides deckt sich nicht. Eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis garantiert keine Cricket-Märkte, und ein Anbieter mit Cricket im Programm ist nicht automatisch im rechtlich sicheren Rahmen. Diese Seite sortiert beides – die Lizenz als Eintrittskarte, das Wettprogramm als Weg dahinter – und zeigt, was die zehn populärsten Plattformen unter ihrer Lizenz tatsächlich zeigen.

Cricket-Wettanbieter im Vergleich 2026

Die folgende Tabelle ordnet zehn Anbieter nach ihrer Stellung auf der Whitelist: Wer steht dort, seit wann und unter welcher Firma? Cricket taucht nicht in jeder dieser Listen auf – wer die Marke führt, sehen Wettende erst beim Klick ins Wettprogramm. Die Tabelle ist deshalb absichtlich knapp gehalten: Sie zeigt, wer überhaupt mit Erlaubnis arbeitet, nicht, wer Cricket als Disziplin im Programm hat.

Ein Cricketschläger aus hellem Holz und ein roter Lederball liegen auf kurzem Rasen, weiches Abendlicht.
Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen.
Marke Whitelist-Status Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Tipico GGL Whitelist Tipico Co. Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 09.12.2022)
ODDSET GGL Whitelist ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022)
NEO.bet GGL Whitelist Greenvest Betting Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022)
Tiptorro GGL Whitelist Torro Tec Limited 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 27.12.2022)
DAZN Bet GGL Whitelist DZBT Operations Limited 22.08.2023
Sportwetten.de GGL Whitelist NetX Betting Limited 19.11.2020 (Folgeerlaubnis 16.12.2022)
888sport GGL Whitelist 888 Germany Limited 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 15.12.2022)
Betway GGL Whitelist Betway Limited 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022)
bwin GGL Whitelist bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 23.12.2022)
Interwetten GGL Whitelist Interwetten Gaming Limited 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022)

Die Tabelle zeigt zehn Marken, die alleine in Deutschland erlaubt Sportwetten vermitteln dürfen. Was fehlt: ein direkter Vergleich der Cricket-Programme. Die Quotenlage, das Wettangebot und die Livewetten-Tiefe hängen davon ab, ob ein Anbieter Cricket überhaupt ins Sportwettprogramm aufnimmt – und das ist eine Aussage, die jede Marke für sich beantwortet. Wer auf Cricket wetten will, öffnet das Wettprogramm der in Frage kommenden Anbieter und prüft dort, ob Test, ODI und T20 unter „Cricket“ gelistet sind.

Was die Whitelist nicht sagt: wann die erste Erlaubnis endet. Der Glücksspielstaatsvertrag sieht eine Laufzeit von fünf Jahren vor, auf der Liste selbst stehen nur Ausstellungsdaten. Eine Folgeerlaubnis verlängert de facto – ein festes Enddatum suchen Wettende dort vergebens.

Was Cricket als Wettsport ausmacht

Cricket spielt sich zwischen zwei Mannschaften mit je elf Spielern ab. Ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over umfasst sechs reguläre Bälle – das sind die harten Zahlen, die jedes Wettprogramm bestimmen, in dem „Top-Batsman“, „Method of Dismissal“ oder „Total Runs“ als Märkte auftauchen. Wer Cricket nicht verfolgt, sollte diese Strukturen kennen, bevor er quotenbewertet vergleicht: Sie entscheiden, wie viele Variablen ein Spiel hat und wie viele Märkte ein Anbieter seriös bedienen kann.

Drei Formate prägen den internationalen Spielkalender: Test-Match, One-Day International (ODI) und Twenty20 (T20). Das Test-Match dauert bis zu fünf Tage mit täglich drei Sitzungen – ein Format, das auf Wettmärkten selten als Ganzes gehandelt wird, dafür umso stärker über Innings- und Session-Linien. ODI bringt 50 Overs pro Innings, T20 genau 20 und ist mit höchstens 75 Minuten pro Innings das kürzeste Format. Twenty20-Ligen wie die Indian Premier League sind das, was europäische Wettende beim Klick auf „Cricket“ zuerst sehen: Heimspiele zu unmöglichen Uhrzeiten, Hauptereignis IPL, dazu ICC-Turniere und bilaterale Serien.

Wettmärkte und Spielstruktur

Die Wettmärkte folgen der Logik des Spiels. Bei einem Test stehen Innings-Runs, Session-Gewinner und Method of Dismissal im Vordergrund; bei einem ODI oder T20 verschiebt sich das Bild Richtung Total Runs, Höchstwert einzelner Schlagleute, „Wicket im nächsten Over“ und am Ende natürlich das klassische 1X2-Äquivalent – Heimsieg, Auswärtssieg, Tie. Livewetten lohnen sich vor allem in den kürzeren Formaten, weil jeder Ball zählt und der Quotenumschlag schneller erfolgt.

Wichtig für die eigene Rechnung: Ein Tie – gleicher Punktestand nach allen Innings – ist möglich, aber selten. Häufiger endet ein Spiel als Draw, weil die Zeit vor dem Ende aller Innings abläuft. Wettende, die auf Test-Matches setzen, müssen diesen dritten Ausgang („Draw“) als eigenständige Quote im Wettschein vorfinden. Fehlt die Draw-Option, hat der Anbieter das Format nur halb abgebildet.

Was der Spielplan liefert

Der Cricket World Cup der Männer ist alle vier Jahre der größte Quotenblock: 50 Overs pro Innings, 14 Teams ab 2027 in Südafrika, Simbabwe und Namibia – die Erweiterung um zwei Teams gegenüber der Ausgabe 2023 in Indien, die Australien gewann. Rekordsieger bleibt Australien mit sechs Titeln. Daneben prägen die IPL und andere Twenty20-Ligen sowie die bilateralen Serien der Test-Nationen den Wettkalender. Wer als europäischer Wettender morgens die Quoten checkt, sieht indische, pakistanische, australische oder englische Heimspiele – das ist der Grund, warum Cricket bei Wettenden mit Tagesrhythmus Spät- oder Nachtwetten bedeutet.

Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode

Wenn der Regen ein Limited-Overs-Spiel unterbricht, wird das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft neu berechnet – nach der Duckworth-Lewis-Stern-Methode, eingeführt 1997 und vom ICC 1999 offiziell übernommen, seit November 2014 unter dem erweiterten Namen. In einem ODI muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, in einem T20 mindestens fünf – sonst gibt es „No Result“. Genau in dieser Ecke entstehen die meisten Streitfälle: Wettende haben auf einen Sieger gesetzt, das Spiel endet ohne Ergebnis, der Anbieter erstattet den Einsatz oder behält ihn nach seinen Regeln. Wer auf Cricket setzt, sollte diese Bedingung kennen, bevor er setzt.

Die Rechtslage für Cricket-Wetten in Deutschland

Cricket ist kein Sonderfall. Wer in Deutschland Sportwetten – gleich auf welche Sportart – anbietet, braucht eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), die auf § 9a Abs. 1 Nr. 3 des Glücksspielstaatsvertrags 2021 gestützt ist. Die Whitelist (§ 9 Abs. 8) führt alle Erlaubnisinhaber – wer dort steht, darf Sportwetten vermitteln; wer nicht dort steht, fällt unter unerlaubtes Glücksspiel.

Eine kleine Messingwaage steht auf einem Holztisch vor einem Fenster, weiches Tageslicht, daneben ein leeres Notizbuch.
Die GGL warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Diese Einteilung hat Folgen für Wettende. Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis setzt, hat keinen Zugriff auf OASIS, kein Einzahlungslimit über LUGAS, keine Auszahlung garantiert nach fünf Werktagen, keine insolvenzgeschützten Spielergelder. Die GGL warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten und verwies exemplarisch auf den Fall „Platincasino“. Das ist kein Randthema: Wer Cricket-Wetten bei einem Anbieter mit Sitz in Curaçao, Anjouan oder Malta platziert, fällt nicht unter den deutschen Rechtsrahmen – selbst wenn diese Marken seriös auftreten.

Was die Whitelist leistet – und was nicht

Die Whitelist ist kein Ranking und keine Werbung. Sie bestätigt drei Dinge: Der Anbieter steht unter Aufsicht der GGL, die Erlaubnis umfasst die Vermittlung von Sportwetten, und er unterliegt dem deutschen Spielerschutzregime (§§ 4, 6a-6i, 8 GlüStV 2021). Was sie nicht zeigt: Welche Sportarten der Anbieter führt, wie tief das Wettprogramm ist, welche Quoten er auf Cricket anbietet oder ob er Livewetten auf T20-Spiele im Programm hat. Ein gelisteter Anbieter kann Cricket führen, muss es aber nicht.

Eine Lizenz als Wettanbieter läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV 2021 fünf Jahre – auf der Whitelist erscheinen aber nur die Ausstellungsdaten, kein festes Enddatum. Die zweite Welle der Erlaubnisse (Dezember 2022) markiert den Übergang vom Übergangsregime in den Vollbetrieb. Wer dort nachschaut, ob eine Lizenz „läuft“, kann das nur anhand der Aktualisierung der Liste selbst feststellen.

Was überhaupt gewettet werden darf

§ 21 Abs. 1 GlüStV 2021 erlaubt Fixed-Odds-Wetten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder einen Abschnitt davon, einzeln oder in Kombination – vorausgesetzt, der erlaubte Wetttyp steht im genehmigten Wettprogramm (§ 21 Abs. 5). Livewetten (§ 21 Abs. 4) sind während laufender Spiele auf den Endausgang oder auf „nächstes Tor“ / „nächster Satz“ möglich, nicht aber auf „nächster Punkt“ im Tennis oder „nächster Korb“ im Basketball.

Für Cricket heißt das: Pre-Match-Wetten auf das World-Cup-Finale sind zulässig, ebenso Innings-Linien in einem Test-Match. „Nächster Wicket im nächsten Over“ in einem live laufenden T20 fällt nach Wortlaut der Vorschrift in den Bereich der sehr häufigen Ereignisse und ist damit nicht erlaubnisfähig – ob einzelne Anbieter solche Märkte führen, hängt von ihrer Genehmigung ab. Auch ausgeschlossen: Wetten auf überwiegend minderjährige oder amateurhafte Sportler, manipulationsanfällige Konstellationen und Regelverstöße oder deren Sanktionierung.

Werbung wiederum darf nach § 5 Abs. 7 nur von Erlaubnisinhabern betrieben werden, mit Werbeverboten für Sportwetten vor und während der Live-Übertragung auf demselben Kanal und ohne aktive Sportler oder Funktionäre. Affiliate-Vergütung darf nicht direkt an Umsatz, Einzahlung oder Einsatz gekoppelt sein.

Steuern und Auszahlung: die 5,3 %

Die Sportwettensteuer (§§ 16-25 RennwLottG) beträgt 5,3 % auf den um die Steuer geminderten Einsatz – effektiv rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Die Steuer ist Sache des Veranstalters, nicht des Wettenden – aber kein Anbieter schluckt sie still. Die einen ziehen sie direkt vom Einsatz ab (Brutto-Quote 2,00 wird zu einem um die Steuer bereinigten Wettschein), die anderen rechnen sie auf den Bruttogewinn auf, manche schneiden sie vom Nettogewinn ab. Welche Variante ein Anbieter wählt, steht in dessen AGB.

Auf Wettendenseite heißt das: Wer eine Brutto-Quote von 2,10 sieht, gewinnt nicht zwingend das Doppelte des Einsatzes. Eine Wette über 100 € auf 2,10 bringt nach der Steuer in einer gängigen Variante rund 204 € zurück, nicht 210 €. Wer sein Wettkonto führt, rechnet besser die Nettogewinne mit, nicht die Quoten am Wettschein.

Wichtig auch: Steuerzahlen ist kein Lizenzeichen. Auch ein nicht erlaubter Anbieter kann Sportwettensteuer abführen. Wer dort spielt, gewinnt nichts an Sicherheit dazu.

Spielerschutz: was auf einem lizenzierten Konto anders läuft

Wer bei einem GGL-lizenzierten Anbieter ein Konto eröffnet, betritt ein anderes Regime als bei einem Offshore-Buchmacher. Drei Bausteine prägen den Unterschied:

Daneben gilt das Verbot des Parallel-Spiels (§ 6h, Aktivitätsdatei): Wer bei einem Anbieter gesperrt ist, kann sich nicht bei einem anderen anmelden. Zahlungen laufen ausschließlich von einem Konto, das auf den eigenen Namen bei einem Geldwäsge-Gesetz-pflichtigen Institut läuft – anonyme Zahlungsmittel, Krypto und anonyme Prepaid-Karten sind ausgeschlossen (§ 6b Abs. 4). Bei Kontoschließung wird das Guthaben binnen fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Offshore-Anbieter haben an dieses System keine Anbindung: Weder OASIS noch LUGAS sehen ihre Konten, weder Verifizierung noch Einzahlungslimit greifen automatisch, weder die Sperre noch der Panikbutton funktioniert. Wer dort spielt, schaltet sich aus dem Schutz aus eigenem Entschluss.

Die zehn Anbieter im Detail

Was folgt, ist kein Ranking, sondern eine Bestandsaufnahme: Wer steht auf der Whitelist, was lässt sich über das Unternehmen und das deutsche Angebot sagen, wo liegen die Stärken, wo die Eigenheiten? Cricket ist dabei nicht überall vorne dabei – das gehört zur Wahrheit über den deutschen Wettmarkt.

Tipico – Marktführer mit Fußball-Schwerpunkt

Tipico Co. Limited steht mit deutscher Erlaubnis auf der Whitelist, erste Erlaubnis am 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis am 9. Dezember 2022. Die Marke ist im deutschen Markt die mit Abstand bekannteste, hat aber ein Fußball-zentriertes Wettprogramm. Cricket ist im Programm enthalten, allerdings nicht in derselben Tiefe wie bei Fußball-Bundesliga oder Champions League. Im App Store wird die Tipico-App vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten; Tipico nennt Cashout als Kernfunktion. Wer auf Cricket setzt, findet bei Tipico regelmäßig die großen Events, weniger die zweite Reihe.

Das Urteil: Wer einen einzigen Anbieter will, der Cricket plus Fußball plus breiten Liveservice bietet, ist hier richtig. Wer Cricket-Tiefe sucht, vergleicht besser zusätzlich.

ODDSET – staatlich konzessionierter Klassiker

ODDSET Sportwetten GmbH trägt die Erlaubnis seit dem 18. November 2020, mit Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Die Marke gehört zum staatlichen Lotterie-Konzern und ist über die stationären Annahmestellen verwurzelt. Im Wettprogramm im Internet konzentriert sich ODDSET auf das Kernrepertoire – Fußball, Tennis, Basketball, dazu Wintersport. Cricket erscheint hier nur in den großen Turnierphasen. Das ist kein Zufall: ODDSET setzt auf die deutschen Sportkonsumenten, nicht auf den internationalen Spezialmarkt.

Das Urteil: Vertraut, sicher, deutschsprachig. Wer Cricket setzen will, schaut hier nur bei großen Turnieren vorbei.

NEO.bet – junger Anbieter mit Nischenfokus

Greenvest Betting Limited betreibt NEO.bet und steht seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist, mit Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Der Anbieter ist im deutschen Markt vergleichsweise jung und kleiner als die Branchenführer. Im Programm finden sich die gängigen Sportarten; Cricket ist Bestandteil des Wettprogramms – allerdings mit der typischen Tiefe eines Anbieters, der wenige Hauptsportarten priorisiert. Wer Cricket sucht, sollte vor der Registrierung prüfen, ob die Liga gerade im Programm ist.

Das Urteil: Gute Lizenz, kleines Programm. Für reine Cricket-Fans ist NEO.bet eine Beimischung, kein Hauptanbieter.

Tiptorro – Torro Tec Limited aus Malta

Tiptorro wird von der Torro Tec Limited betrieben, mit Sitz in Malta. Die Whitelist verzeichnet die erste Erlaubnis am 30. Juni 2021, die Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022. Die Marke positioniert sich in Deutschland als Anbieter mit Fokus auf Fußball, dazu Tennis und US-Sport. Cricket ist im Programm – hier in der Regel World-Cup-Phasen und gelegentlich internationale Twenty20-Ligen. Wer Cricket setzt, sollte vor dem Wettprogramm-Check nicht zu viel erwarten.

Das Urteil: Lizensiert, mit solider Fußballbasis. Cricket gehört zum Nebenprogramm, nicht zum Markenkern.

DAZN Bet – der Streaming-Hybrid

DAZN Bet wird von der DZBT Operations Limited mit Sitz in Malta betrieben, mit Erlaubnis seit dem 22. August 2023. DAZN als Streaming-Anbieter für Sportübertragungen bringt eine eigene Logik in den Wettmarkt: Wer Cricket im Programm führt, kann das mit Live-Streams verknüpfen, wenn auch ohne generelles Live-Streaming außerhalb der Plattform. Das Programm der Marke ist breit und auf Sportarten ausgelegt, die DAZN ohnehin überträgt. Cricket ist Teil davon – Stand und Tiefe prüfen Interessenten am besten direkt im Wettprogramm.

Das Urteil: Logische Wahl für DAZN-Abonnenten, die ihren Wettanbieter im gleichen Ökosystem halten wollen.

Sportwetten.de – Mittelständler mit Fußballschwerpunkt

NetX Betting Limited betreibt Sportwetten.de, mit Sitz in Birkirkara, Malta. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 19. November 2020, mit Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Die Marke gehört eher zu den kleineren lizenzierten Anbietern in Deutschland. Cricket ist im Programm enthalten, mit Schwerpunkt auf internationalen Turnieren. Die Quotenbewertung sollte jeder selbst vornehmen – die Plattform erlaubt das Wettangebot für Cricket ohne denselben Sortimentsfokus wie Marktführer.

Das Urteil: Seriös lizenziert, mit bodenständigem Wettangebot. Cricket eher als Ergänzung, nicht als Schwerpunkt.

888sport – internationaler Anbieter mit deutscher Lizenz

888sport wird von 888 Germany Limited betrieben. Die Holding, 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, ist seit September 2005 an der Londoner Börse notiert – eine Information, die für die finanzielle Substanz steht, nicht für die deutsche Lizenz. Die Whitelist führt 888sport mit erster Erlaubnis am 30. Juni 2021 und Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Das Cricket-Programm ist Teil des international aufgestellten Wettangebots – Tiefe bei großen Turnieren, eingeschränkt in der Breite.

Das Urteil: Solide Lizenz, breites Programm. Cricket ist verfügbar, aber kein Markenkern.

Betway – internationaler Player mit Cashout-Komfort

Betway Limited betreibt Betway.de und steht seit dem 9. März 2021 mit Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022 auf der Whitelist. Die Marke ist international etabliert; in Deutschland gehört sie zur Kategorie der Anbieter mit solider Marktpräsenz. Im App Store wird Betway mit Cashout-Funktion beworben – Wettende sehen unter „Meine Wetten“ ein grünes Symbol und können dort die gesamte Wette oder einen Teil auszahlen lassen. Dazu kommt ein Fußball-Konfigurator (Konfigurator+), der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Cricket ist im Programm – Tiefe und Volumen schwanken mit dem Spielplan.

Das Urteil: Starker Cashout-Komfort, breites Programm. Cricket ist verfügbar, der Markenkern liegt aber bei Fußball und Tennis.

bwin – traditionsreiche Marke im Verbund

bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, steht auf der Whitelist – Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. bwin gehört zur Entain-Gruppe und bringt entsprechende Ressourcen und Wettprogramm-Tiefe mit. Im Fußball ist bwin stark, im Cricket verfügbar. Die Marke ist eine der international bekanntesten, mit gutem Livewetten-Angebot in den großen Sportarten.

Das Urteil: Lizenzierter Großer, gut für Wettende mit Fußball- und Tennis-Schwerpunkt. Cricket ist eine Beimischung im Wettprogramm.

Interwetten – österreichisch-maltaische Geschichte in Deutschland

Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta, steht seit dem 2. November 2020 auf der Whitelist, mit Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Die Marke hat österreichische Wurzeln und ist in Deutschland seit Jahren präsent. Das Programm ist solide, mit Fußball im Zentrum. Cricket ist verfügbar – Tiefe vor allem in den internationalen Phasen.

Das Urteil: Etablierte Marke, solides Programm. Cricket als verfügbarer Zusatz im Wettkalender.

Wie Cricket-Quoten entstehen: das Beispiel einer Zwei-Wege-Wette

Cricket-Wetten sind im Kern Wetten mit zwei oder drei möglichen Ausgängen. Wer das Prinzip der Quoten versteht, versteht die meisten Cricket-Märkte. Ein einfaches Beispiel: zwei Mannschaften, beide Seiten bei 1,90 notiert.

Eine faire Wette ohne Buchmacher-Marge würde auf jedes Ergebnis die Quote 2,00 setzen – dann bekommt jeder, der richtig liegt, das Doppelte seines Einsatzes zurück, und auf lange Sicht kommt nichts hinein, nichts heraus. Das tut kein Anbieter. Stattdessen liegen die Quoten unter 2,00. Die Rechnung hinter dem, was eine Quote tatsächlich auszahlt, heißt Auszahlungsquote und folgt einer einfachen Formel:

> payout = 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quote_n)

Bei zwei Quoten von jeweils 1,90 ergibt die Rechnung: 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) ≈ 1 ÷ 1,0526 ≈ 0,95 – also 95 %. Umgekehrt beträgt die Marge des Buchmachers 100 % minus 95 % = 5 %.

Was das für den Wettenden heißt: Von jedem Euro, der auf diesem Markt insgesamt gesetzt wird, fließen etwa 95 Cent an die Wettenden zurück – über alle Ausgänge gemittelt. Die restlichen 5 Cent behält der Anbieter als Gewinnmarge. Genau das ist der Preis, den der Wettende für das Angebot zahlt; nicht der Einsatz selbst, sondern der Anteil, der bei ihm nie ankommt.

Die 5 % sind nicht fix. Manche Anbieter quotieren enger (zum Beispiel 1,85 / 1,85, dann liegt die Marge höher), andere weiter (1,95 / 1,95, dann liegt sie niedriger). Wer viele kleine Wetten platziert, verliert im Schnitt diesen Prozentsatz seines Einsatzes – das ist der statistische Preis, unabhängig von Können oder Glück im Einzelfall.

Was vor dem ersten Tipp zu beachten ist

Wer noch nie auf Cricket gewettet hat, sollte vor dem ersten Schein drei Dinge klären:

Über allem steht die Rechnung: Wer über lange Zeit spielt, verliert im Mittel den Buchmacher-Margenanteil. Cricket-Quoten sind nicht besser oder schlechter als Fußball-Quoten – das Prinzip des Buchmacher-Vorteils gilt überall. Wer trotzdem spielt, spielt gegen die Marge, nicht gegen sie.

Häufige Fragen zu Cricket-Wetten in Deutschland

Bei Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen. Cricket wird dort nicht von jedem Lizenzinhaber geführt – ein Blick ins aktuelle Wettprogramm des Anbieters zeigt, ob die Sportart verfügbar ist.

Was unterscheidet Test, ODI und T20 für Wettmärkte?

Test-Matches sind fünftägige Spiele mit zwei oder vier Innings, ODI haben 50 Overs pro Innings, T20 nur 20 und sind innerhalb von etwa drei Stunden beendet. Daraus folgen unterschiedliche Märkte: Session-Linien beim Test, Total Runs beim ODI, schnelle Livewetten beim T20.

Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode auf eine Wette aus?

Wenn ein Limited-Overs-Spiel wegen Regens unterbrochen wird, wird das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft neu berechnet – in ODI muss jedes Team mindestens 20 Overs gespielt haben, in T20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als „No Result“ gewertet. Wettende, die dann auf einen Sieger gesetzt haben, sehen die Wette nach den Regeln ihres Anbieters erstattet oder abgerechnet.

Sind Livewetten auf Cricket erlaubt?

Ja, aber nur auf bestimmte Märkte. Der Glücksspielstaatsvertrag erlaubt während laufender Spiele Wetten auf den Endausgang und auf „nächste seltene Aktion“ – „nächster Wicket“ ist Cricket-spezifisch und je nach Anbieter und Erlaubnis unterschiedlich verfügbar.

Was kostet eine Wette den Wettenden wirklich?

Der Einsatz wird ganz oder teilweise durch die Buchmacher-Marge geschmälert. Bei einer Zwei-Wege-Wette mit zwei Quoten von 1,90 liegt die Auszahlungsquote bei etwa 95 %, die Marge bei 5 %. Dazu kommt die Sportwettensteuer von 5,3 %, die der Anbieter nach eigener Methode vom Gewinn abzieht.

Wie entsteht eine Cricket-Prognose?

Aus Form, Kader, Spielfeld, Wetter und Historie – aber alle diese Bausteine bleiben Wahrscheinlichkeiten, keine Gewissheiten. Auch die beste Vorbereitung ersetzt nicht den Buchmacher-Vorteil, der in jeder Quote steckt.

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