Die besten Wettanbieter mit Lucky 31 Wetten 2026

Updated October 2026
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Stand der Daten: October 17, 2026; geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle (Saale), Stand 2. Oktober 2026.

Fünf Fußbälle in einem Bogen auf einem Rasen, von schräg oben im weichen Abendlicht fotografiert.
Die Lucky 31 ist eine Full-Cover-Wette mit fünf Auswahlen, bei der die Einzelwetten eingeschlossen sind.

Eine Lucky 31 bündelt 31 Wetten in einem Wettschein, aufgebaut aus fünf Einzelauswahlen. Weil die Einzelwetten eingeschlossen sind, liegt der Gesamteinsatz beim 31-fachen des Linieneinsatzes, und wer die Wette nicht durchplant, riskiert schnell einen Einsatz, der über das eigene Einzahlungslimit hinausläuft. Der folgende Vergleich zeigt, welche zehn Wettanbieter mit deutscher GGL-Erlaubnis Systemwetten in dieser Form anbieten, wie sie die Sportwettensteuer behandeln und wo der Wettkonfigurator an seine Grenzen stößt.

Top 10 der Wettanbieter mit Lucky 31 Wetten

Eine Lucky 31 ist nur dann sinnvoll, wenn der Anbieter fünf Auswahlen tatsächlich zu einem System bündelt und nicht in zwei separate Kombiwetten aufspaltet. Die folgende Tabelle enthält ausschließlich Anbieter, die am 2. Oktober 2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist standen. Sie ist keine Rangordnung nach Quotenqualität, sondern eine Einordnung nach Erlaubnisstatus und Erlaubnisalter — beides Merkmale, die der Spieler vor der ersten Einzahlung prüft.

Ein Taschenrechner und ein Notizbuch mit handschriftlichen Zahlenreihen auf einem Schreibtisch neben einem Kugelschreiber.
Laut der Systemtabelle von ODDSET ergibt das System „ALL“ bei fünf gewählten Tipps 31 Wetten (Einzelwetten, alle Systeme und die Kombiwette zusammen).
Anbieter Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
MERKUR BETS Whitelist-Eintrag, Inhaber Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
Wettarena Whitelist-Eintrag, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited 09.10.2020
bwin Whitelist-Eintrag, Inhaber bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020
AdmiralBet Whitelist-Eintrag, Inhaber Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
LeoVegas Whitelist-Eintrag, Inhaber LVSports Limited 21.10.2024
Sportingbet Whitelist-Eintrag, Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Tipico Whitelist-Eintrag, Inhaber Tipico Co. Limited 09.10.2020
Betway Whitelist-Eintrag, Inhaber Betway Limited 09.03.2021
ODDSET Whitelist-Eintrag, Inhaber Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
bet365 Whitelist-Eintrag, Inhaber Hillside (Europe) ENC 09.10.2020

Die Tabelle zeigt zwei Gruppen: Acht Anbieter haben ihre erste Erlaubnis im Erlaubnisschub vom Oktober 2020 erhalten, einer folgte im März 2021, einer erst Ende 2023 und LeoVegas erst im Oktober 2024. Dieses Erlaubnisalter entscheidet, wie lange ein Anbieter dem deutschen Vollregime bereits unterliegt — Werbe­regeln, OASIS-Anbindung, LUGAS-Limitdatei. Wer einen Anbieter mit längerer Vollregime-Erfahrung sucht, findet sie bei Tipico, bwin, bet365 und Sportingbet. Wer einen neueren Marktteilnehmer mit deutschem Pass akzeptiert, bekommt ihn bei LeoVegas. Die Frage, wer „der beste“ sei, hängt vom Spielverhalten ab und wird in den folgenden Abschnitten beantwortet.

Lucky 31: Wie das System aufgebaut ist und welche Wetten es enthält

Eine Lucky 31 gehört zu den Full-Cover-Wetten, also zu den Systemwetten, bei denen alle mathematisch möglichen Kombinationen aus einer gegebenen Anzahl von Auswahlen gespielt werden. Bei fünf Auswahlen sind das 31 einzelne Wetten: fünf Einzelwetten, zehn Zweier-Kombiwetten, zehn Dreier-Kombiwetten, fünf Vierer-Kombiwetten und eine Fünfer-Kombiwette. Die Gesamtzahl ergibt sich aus der Summe der Binomialkoeffizienten, $binom{5}{1} + binom{5}{2} + binom{5}{3} + binom{5}{4} + binom{5}{5} = 5 + 10 + 10 + 5 + 1 = 31$. Was eine Lucky 31 von einer Lucky 15 unterscheidet, ist das Einschlussprinzip: Während eine Lucky 15 nur die 10 Zweier-, 10 Dreier-, 5 Vierer- und eine Fünfer-Kombiwette kombiniert (insgesamt 15 Wetten), ergänzt die Lucky 31 die fünf Einzelwetten. Wer mit einer Lucky 31 gewinnt, bekommt daher auch dann eine Auszahlung, wenn nur ein einziger Tipp richtig ist, sofern die Einzelwette erfolgreich war.

Ein Tennisplatz bei Sonnenaufgang, Netz und Linien im Streiflicht, ohne Menschen.
Der Höchstgewinn bei Wettarena kann laut AGB bis zu 250.000 € pro Wettschein und pro Woche betragen; ohne Kundenkonto können Gewinne über 1.999,99 € nicht ausgezahlt werden.

ODDSET, einer der Anbieter aus der Liste oben, nennt das System intern „ALL“ und gibt die Zahl 31 explizit in seiner Systemtabelle an. Auch andere Anbieter, die in Deutschland Systemwetten anbieten, verwenden die Bezeichnung „Lucky 31“ oder das Kürzel „Lucky31“ im Wettschein. Die Berechnung folgt bei allen denselben Regeln; die Unterschiede liegen in den Quotenabschlägen, in der Reihenfolge der Auszahlung und in der Frage, ob der Anbieter die 31 Linien einzeln anzeigt oder als Gesamtsumme versteckt.

Welche Auswahlen sich für eine Lucky 31 eignen

Eine Lucky 31 belohnt vor allem Trefferquoten, bei denen mehrere Auswahlen gleichzeitig aufgehen, weil die Fünfer-Kombiwette den größten Anteil an der Auszahlung trägt. Geeignet sind Auswahlen mit Einzelquoten, die nicht unter 1,50 liegen, weil die Kombiquote sonst unter 1,00 rutscht und die Linie rechnerisch wertlos wird. Üblich ist eine Mischung aus einer sicheren Bank (Quote um 1,50), zwei mittleren Auswahlen (Quote um 2,00) und zwei spekulativeren Auswahlen (Quote um 2,50). Eine Bandbreite, die viele Wettanbieter im Wettprogramm anbieten, ohne dass einzelne Linien konstruiert wirken.

Die fünf Auswahlen müssen nicht aus derselben Sportart kommen. Eine Lucky 31 darf Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey mischen, solange der Anbieter keine Wette auf eine einzelne Begegnung oder auf den nächsten Punkt in einem laufenden Spiel einschließt, was die GGL ohnehin ausschließt. Ein reiner Fußball-Tippzettel ist möglich, eine Lucky 31 ausschließlich aus NBA-Spielen ebenso. Was nicht geht, ist die Kombination aus E-Sport und klassischem Sport, weil E-Sport in Deutschland kein anerkannter Wettinhalt ist.

Gesamteinsatz, Auszahlung und die Rolle der Sportwettensteuer

Bei einem Linieneinsatz von 1 € liegt der Gesamteinsatz einer Lucky 31 bei 31 €. Eine Auszahlung erfolgt, sobald die letzte Auswahl ausgewertet ist. Der Bruttogewinn errechnet sich aus der Summe aller Liniengewinne: Eine Einzelwette zu Quote 2,00 zahlt 2 € zurück, eine Zweier-Kombi zu den Quoten 2,00 und 2,50 zahlt 5 € zurück, und so weiter. Bei illustrativen Auswahlen zu den Quoten 1,50, 2,00, 2,50, 2,00 und 1,80 ergeben sich Liniengewinne, die in der Summe eine Auszahlung in einer Größenordnung von rund 30 € bis 60 € ergeben, abhängig davon, welche Tipps aufgehen. Die genaue Zahl schwankt mit jeder Quotenkonstellation; sie ist deshalb nicht als fester Wert darstellbar, sondern als Bandbreite, die der eigene Wettschein vor der Platzierung zeigt.

Auf den Gewinn wird die Sportwettensteuer erhoben, sofern der Anbieter sie an den Kunden weitergibt. Die Steuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, was rund 5,03 % des Bruttogewinns entspricht. Überlässt der Anbieter die Steuer dem Kunden, schmälert das den ausgezahlten Betrag. Bei einem Bruttogewinn von 50 € würde die Steuer rund 2,52 € betragen, sodass der Kunde 47,48 € ausgezahlt bekommt. Bei einem Anbieter, der die Steuer intern trägt, ist der ausgeschriebene Bruttogewinn bereits netto gemeint. Welcher Fall vorliegt, sagt die AGB-Seite des Anbieters, nicht die Werbung.

Was die Lucky 31 kostet, wenn die Quoten nicht aufgehen

Gehen drei von fünf Auswahlen daneben, gewinnen nur die Einzelwetten der beiden richtigen Tipps und die Zweier-Kombiwetten aus den beiden richtigen Tipps. Bei einem Linieneinsatz von 1 € wäre der Gesamteinsatz verloren, soweit die falschen Linien nicht durch eine Gewinnauszahlung aufgefangen werden. Konkret: 31 Linien minus die zwei Einzelwetten minus die eine Zweier-Kombiwette ergibt 28 verlorene Linien zu je 1 €, also 28 € Verlust, denen eine Auszahlung aus den Gewinnen gegenübersteht. Die Höhe der Auszahlung hängt vollständig von den Quoten der beiden richtigen Tipps ab. Wer mit Quoten um 1,50 spielt, verliert auf jeden Fall einen Teil des Gesamteinsatzes, sobald auch nur ein Tipp danebengeht. Wer mit Quoten um 2,50 spielt, kann mit den beiden richtigen Tipps einen Teil des Einsatzes zurückholen, selten mehr.

Das ist der Punkt, an dem die Lucky 31 ihre Werbeversprechen einlöst oder eben nicht. „31 Wetten, 31 Chancen“ klingt nach Risikostreuung, ist aber arithmetisch eine Erhöhung des Gesamteinsatzes. Wer nur eine Handvoll Tipps hat und mit kleiner Bank spielt, fährt mit einer klassischen Kombiwette günstiger, weil dort der Gesamteinsatz auf das Eine begrenzt ist, was die Tippreihe verspricht.

Rechtliche Lage in Deutschland: GGL-Erlaubnis und Whitelist

Der deutsche Sportwettenmarkt wird vom Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) geregelt, der am 1. Juli 2021 in Kraft getreten ist. Zuständige Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle (Saale). Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet und führt die Aufsicht über sämtliche erlaubten Anbieter. Die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV in Verbindung mit § 27f Abs. 1 GlüStV ist die einzige in Deutschland anerkannte Erlaubnis für Online-Sportwetten; eine maltesische, eine Curaçao- oder eine Anjouan-Lizenz hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung.

Die GGL führt eine öffentliche Liste, die sogenannte Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Diese Liste ist die einzige verlässliche Prüfung, ob ein Anbieter in Deutschland legal Sportwetten anbieten darf. Eine .de-Domain allein beweist nichts; Whitelist-Einträge sind Domain-spezifisch, und nicht jede Domain eines Anbieters ist abgedeckt. Der Snapshot vom 2. Oktober 2026 führt 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis sowie drei weitere Inhaber, deren Erlaubnis sich auf Pferdewetten beschränkt. Die Whitelist zeigt ausschließlich Ausstellungsdaten, kein Enddatum. Die gesetzliche Erstlaufzeit einer Erlaubnis beträgt fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV); danach werden Folgeerlaubnisse erteilt.

Was darf auf dem Wettprogramm stehen? Erlaubt sind Einzel- und Kombiwetten mit festen Quoten auf den Ausgang eines Sportereignisses, eines Teils davon oder auf Vorfälle im Ereignis (§ 21 Abs. 1 GlüStV). Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente erlaubt, sofern solche Ereignisse in der Sportart selten sind. Im Fußball ist „nächstes Tor“ damit erlaubt, „nächster Punkt“ im Tennis nicht, „nächster Korb“ im Basketball nicht. Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (GGL-Praxis: Fußball unterhalb der 3. Liga zählt als Amateur), auf manipulationanfällige Vorfälle, auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind unzulässig. E-Sport-Wetten sind nach GGL-Position nicht möglich, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Was virtuelle Sportwetten angeht, gibt es keine etablierte Rechtslinie, weshalb sie hier nicht behandelt werden.

Steuerliche Behandlung der Sportwettensteuer

Die Sportwettensteuer ist in §§ 16-25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes (RennwLottG) geregelt. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, die der Einsatz abzüglich der Steuer selbst ist, also faktisch rund 5,03 % des eingesetzten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler (§ 19 RennwLottG). Ob und wie die Steuer an den Kunden weitergegeben wird, entscheidet jeder Anbieter in seinen AGB. Zwei Modelle sind verbreitet: Entweder behält der Anbieter die Steuer selbst ein und schreibt die Quote brutto wie netto aus, oder er schlägt sie auf den Gewinn auf und weist sie als Quotenabschlag aus. Bei gewonnenen Wetten ist der ausgeschriebene Bruttogewinn im zweiten Modell daher höher als im ersten, der ausgezahlte Betrag ist aber niedriger.

Die Steuer fällt auch bei nicht lizenzierten Anbietern an. Die Zahlung von Sportwettensteuer ist kein Beleg für eine GGL-Erlaubnis. Für private Spieler ist die Besteuerung von Wettgewinnen auf erster Ebene nicht gesetzlich geregelt; eine abschließende Aussage gehört in die Hand eines Steuerberaters.

Gerichtliche Entwicklungen zu nicht lizenzierten Anbietern

Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Im konkreten Fall verlangt der Kläger von Tipico die Rückzahlung von mehr als 3.700 € an Verlusten aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 zur Rechtssache C-530/24 hält der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou es grundsätzlich für möglich, nicht lizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme: Wenn Behörden zugesichert haben, die Erlaubnispflicht vorerst nicht durchzusetzen, entfällt dieser Anspruch. Beide Vorgänge sind Einzelfälle und begründen keinen Anspruch auf Rückzahlung für jeden Spieler, der jemals bei einem nicht lizenzierten Anbieter verloren hat. Sie zeigen aber, dass die zivilrechtliche Diskussion noch nicht abgeschlossen ist.

Was die GGL gegenüber nicht lizenzierten Anbietern unternimmt

Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt. Sie geht dagegen mit Verbotsverfügungen, Zahlungsblockaden und Netzwerk­sperren vor (§ 9 GlüStV). Strafrechtlich ist das Veranstalten nicht erlaubter Glücksspiele nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bewehrt, die Werbung dafür nach § 284 StGB mit bis zu einem Jahr. Die Teilnahme ist nach § 285 StGB eine Ordnungswidrigkeit mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe; in der Praxis werden einzelne Spieler nicht verfolgt, was weder Freibrief noch Garantie ist. Wer auf einen nicht lizenzierten Anbieter setzt, verzichtet auf jeden deutschen Rechtsschutz, auf OASIS und LUGAS, hat keinen Zugriff auf das Einzahlungslimit-System und riskiert, dass seine Gewinne auf dem Weg zum Konto blockiert werden.

Verantwortungsvolles Spielen: Warum eine Lucky 31 besondere Vorsicht verlangt

Wer bei einem lizenzierten Anbieter spielt, ist in das deutsche Schutzsystem eingebunden. Drei Bausteine sind zentral: das Einzahlungslimit, das Sperrsystem OASIS und die Aktivitätsdatei LUGAS. Sie setzen der Höhe und der Häufigkeit von Einsätzen objektive Grenzen, die der einzelne Spieler nicht allein durch Disziplin ersetzen kann.

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat, gerechnet über alle Anbieter hinweg. Es wird technisch über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Ein Anbieter kann für einzelne Spieler ein höheres Limit festlegen, wenn er dessen wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachprüfbar belegt — eine Selbsterklärung reicht nicht. Die Spanne reicht von 1.000 € im Standardfall bis 10.000 €, in Ausnahmen bis 30.000 € für höchstens ein Prozent der aktiven Spieler eines Anbieters. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen.

OASIS ist das bundesweite Sperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV. Bei jeder Registrierung und bei jedem Login wird der Spieler dort abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Dazu kommt der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV, der sofort eine 24-Stunden-Sperre auslöst. LUGAS enthält zusätzlich die Aktivitätsdatei, die paralleles Spielen bei verschiedenen Anbietern unterbindet (§ 6h GlüStV). Jeder Spieler hat nach § 6a GlüStV nur ein Konto pro Anbieter, das vor Nutzung vollständig verifiziert wird; in der Übergangsphase sind maximal 72 Stunden Spiel mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlung möglich.

Was das für eine Lucky 31 konkret bedeutet

Eine Lucky 31 kostet 31 € pro Runde bei 1 € Linieneinsatz. Wer an einem Wochenende drei Runden spielt, gibt 93 € aus, ohne dass die Wette bereits entschieden ist. Bei einem Monatslimit von 1.000 € sind damit zehn Runden pro Monat möglich, bei höherem Einsatz entsprechend weniger. Wer die Lucky 31 mit erhöhtem Linieneinsatz spielt, etwa 5 € pro Linie, ist mit einer einzigen Runde bei 155 € und nach vier Runden bereits über der Hälfte des Standardlimits. Die Lizenz schützt den Spieler, indem sie ihn zwingt, das eigene Limit zu kennen, bevor die Wette platziert wird. Sie verlangt, dass der Linieneinsatz bewusst gewählt wird und nicht aus Gewohnheit wächst.

Eine Sperre über OASIS wirkt anbieterübergreifend. Wer in einem anderen Anbieter gesperrt ist, kann sich nicht einfach bei einem neuen Anbieter anmelden. Das ist der Grund, warum Offshore-Anbieter, die nicht an OASIS angeschlossen sind, Spielern mit Sperrwunsch einen scheinbaren Ausweg bieten, ohne den Schutz der Sperre selbst.

Zahlungen, Verifizierung und Auszahlung

Nach § 6b Abs. 4 GlüStV darf nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut eingezahlt werden. Anonyme Zahlungsmittel sind verboten. Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Produkte sind damit im lizenzierten Markt ausgeschlossen; wer auf diese Zahlungswege angewiesen ist, landet zwangsläufig bei nicht lizenzierten Anbietern mit allen damit verbundenen Risiken. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben nach § 6b Abs. 6-7 GlüStV innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.

Werbe- und Bonusregeln

Werbung für Glücksspiel ist nach § 5 Abs. 7 GlüStV nur Erlaubnisinhabern erlaubt. Das Werbeverbot zwischen 6:00 und 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1 GlüStV) gilt für Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gelten eigene Einschränkungen: keine Werbung unmittelbar vor oder während einer Live-Übertragung desselben Ereignisses in demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Der GlüStV kennt keine Vorschrift, die Höhe, Umsatzbedingungen oder Mindestquoten eines Sportwetten-Bonus begrenzt; diese Werte stammen allein aus den AGB des jeweiligen Anbieters.

Wettmärkte, Quoten und der Lucky-31-Rechner

Eine Lucky 31 ist rechnerisch sauber, weil alle 31 Wetten aus den fünf Einzelquoten ableitbar sind. Die Auszahlung jeder Linie ist Linieneinsatz × Quote. Bei fünf Auswahlen mit den Quoten 1,50, 2,00, 2,50, 2,00 und 1,80 ergeben sich 31 Auszahlungswerte, deren Summe die maximale Gesamtauszahlung bildet, wenn alle fünf Tipps aufgehen. Ein Lucky-31-Rechner nimmt diese Werte entgegen und zeigt parallel den Gesamteinsatz, die Auszahlung pro richtigem Tipp und die Nettosumme nach Abzug einer etwaigen Wettsteuer. Die meisten Wettanbieter mit Systemwetten bieten einen solchen Rechner im Wettschein an; ODDSET zeigt die Systemtabelle „ALL“ mit 31 Wetten direkt im Wettprogramm.

Wie einzelne Wettanbieter die Lucky 31 im Wettschein abbilden

Die Darstellungsformen unterscheiden sich stärker, als die Systematik vermuten lässt. Manche Anbieter listen alle 31 Linien einzeln auf und klicken im Erfolgsfall die richtigen Kombinationen farbig an. Andere fassen das System zu einer Gesamtauszahlung zusammen und zeigen nur das Gesamtergebnis, sobald das Spiel ausgewertet ist. Für den Spieler ist die offene Darstellung wertvoller, weil sie nachvollziehbar macht, welche Linie welchen Anteil an der Auszahlung trägt. Wer ein System nicht versteht, sollte keine Lucky 31 platzieren, weil die Logik der Teilauszahlungen ohne sichtbare Aufschlüsselung verborgen bleibt.

Wie die Quote der Fünfer-Kombiwette entsteht

Bei einer Fünfer-Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten. Aus den fünf Quoten 1,50, 2,00, 2,50, 2,00 und 1,80 wird 1,50 × 2,00 × 2,50 × 2,00 × 1,80 = 27,00. Bei einem Linieneinsatz von 1 € zahlt die Fünfer-Linie 27 € aus, wenn alle fünf Tipps aufgehen. Das ist der größte Einzelposten einer Lucky 31, weshalb ein einziger falscher Tipp den Fünfer-Anteil vollständig eliminiert. Wer mit einer „Bank“ arbeitet, also einer Quote um 1,30, sichert die Fünfer-Linie ab und reduziert das Gesamtrisiko, opfert aber den spekulativen Anteil. Die Vierer-Linien zahlen die Fünfer-Quoten geteilt durch die jeweils weggelassene Einzelquote, was bei fünf Vierer-Linien zwischen 11 € und 18 € pro Linie liegt.

Was der Rechner zur Mindestquote sagt

Viele Wettanbieter verlangen für Systemwetten eine Mindestquote pro Linie. Bei Kombiwetten liegt die Untergrenze oft bei 1,20 oder 1,30, bei Lucky-31-Systemen wegen der höheren Komplexität mitunter bei 1,40. Wer mit Quoten unterhalb dieser Schwelle kombiniert, riskiert, dass der Anbieter die Wette ablehnt oder die Quote auf die Mindestquote hebt. Das ist ein Punkt, an dem die Werbung „31 Wetten, 31 Chancen“ an die Spielregeln stößt: Die Chancen sind nur dann 31, wenn alle 31 Linien angenommen werden.

Quotenabschlag und Marktqualität

Die Qualität einer Quote hängt vom Quotenschlüssel ab, also dem Anteil der Einsätze, den ein Markt an die Spieler zurückgibt. Der Schlüssel ist 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ). Bei einem ausgeglichenen Drei-Wege-Markt mit den Quoten 2,10, 3,40 und 3,60 ergibt sich ein Schlüssel von rund 0,94, was einer Marge von etwa sechs Prozent entspricht. Bei Live-Wetten und exotischen Märkten liegt die Marge oft deutlich höher. Die Lucky 31 summiert die Margen aller 31 Linien, weshalb eine schlechte Einzelquote sich über das gesamte System verstärkt. Wer auf den Auszahlungsschlüssel achtet, vergleicht ihn am besten für die fünf Einzelwetten, aus denen die Lucky 31 gebildet wird, nicht für die Gesamtauszahlung.

Anbieter im Detail

Im Folgenden werden die zehn Anbieter aus der vorangegangenen Übersicht einzeln betrachtet. Jeder Anbieter wird dargestellt mit den Merkmalen, die für die Lucky 31 relevant sind: Sportwetten-Erlaubnis, Behandlung der Wettsteuer, Cash-Out-Regeln, Wettkonfigurator und maximale Gewinnauszahlung.

MERKUR BETS: Club-Aktion und jüngere Erlaubnis

Merkur Bets gehört zu den neueren Whitelist-Einträgen; die Sportwetten-Erlaubnis für die deutsche Seite besteht seit dem 6. November 2023, der Inhaber ist die Merkur Bets Malta Limited. Die Marke steht in der Tradition der Merkur-Spielstätten und tritt mit einem stationär geprägten Auftritt im Internet auf. Bekannt geworden ist Merkur Bets in Deutschland vor allem über den MERKUR BETS CLUB, der für Kombiwetten oder den Wetten-Konfigurator mit mindestens drei Auswahlen und einer Gesamtquote ab 4,00 bei einem Wocheneinsatz von mindestens 25 € eine Freebet über 5 € am Folgemonat ausschüttete. Die Aktion lief vom 9. Juni 2025 bis zum 14. Juli 2025; sie war befristet und ist in dieser Form nicht mehr aktiv.

Für eine Lucky 31 ist Merkur Bets geeignet, wenn der Spieler ein Wettprogramm sucht, das auch kleinere Sportarten abdeckt und einen Wettkonfigurator anbietet. Die Plattform wirkt im Test nüchtern, ohne überzogene Werbeversprechen, was bei einem neueren Marktteilnehmer ein gutes Zeichen ist. Informationen zur Behandlung der Wettsteuer und zu Cash-Out-Regeln für Systemwetten sind in den AGB des Anbieters zu prüfen.

Wettarena: Klare Höchstgewinnregelung

Wettarena gehört mit einer Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 zu den frühen Whitelist-Einträgen. Der Inhaber ist die I.B.C. Sportsbetting Limited. Wettarena positioniert sich als Anbieter mit klaren AGB, was sich an der Höchstgewinnregelung zeigt: Bis zu 250.000 € pro Wettschein und pro Woche sind möglich. Gleichzeitig gilt eine wichtige Einschränkung: Ohne vollständig verifiziertes Kundenkonto können Gewinne über 1.999,99 € nicht ausgezahlt werden. Wer eine Lucky 31 mit größerem Linieneinsatz spielt und in den fünfstelligen Bereich kommt, kommt an der Verifizierung nicht vorbei, was bei lizenzierten Anbietern ohnehin gesetzlich vorgeschrieben ist.

Informationen dazu, wie Wettarena das System im Wettschein darstellt oder ob die Sportwettensteuer vom Anbieter getragen oder an den Kunden weitergegeben wird, sollten vorab geprüft werden.

bwin: Cash-Out und Konfigurator mit dokumentierten Quellen

bwin ist seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist, Inhaber ist die bwin (Deutschland) Limited. Die Marke gehört zu den etablierten Namen im deutschen Sportwettenmarkt und liefert eine der ausführlichsten Funktionsbeschreibungen. Die bwin-Sportwetten-App wird im Apple App Store von der bwin.party entertainment Limited angeboten und nennt in der Entwicklerbeschreibung Cash-Out (manuell und automatisch), Live-Streams, Live-Statistiken, Kombi-Boost und Quoten-Boost. Wer mit einer Lucky 31 spielt und nach dem Stand der Tipps frühzeitig aussteigen will, findet bei bwin die Cash-Out-Option; sie ist allerdings nur verfügbar, solange die Wette nicht ausgewertet ist.

Die Frage, ob bwin die Sportwettensteuer trägt oder durchreicht, ist für die Lucky 31 wichtig, weil sich bei einer 31-fachen Linienstruktur selbst kleine Quotenabschläge summieren. bwin schreibt seine Quoten tendenziell mit Steuern auf den Gewinn; eine Bestätigung im Einzelfall liefert die AGB-Seite.

AdmiralBet: Dreifacherlaubnis auf einer Plattform

AdmiralBet steht mit drei Erlaubnissen auf der Whitelist: Sportwetten seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnisse am 13. Dezember 2022 und am 29. Juli 2024. Inhaber ist die Greentube Betting Malta Limited. Daneben besteht eine eigene Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de seit dem 28. September 2022. Die mehrfache Erlaubnis zeigt, dass die GGL den Anbieter wiederholt geprüft hat; sie ist kein Qualitätsurteil über das Wettprogramm, aber ein Indiz für die Beständigkeit des Anbieters am deutschen Markt.

Details zu Cash-Out, Konfigurator oder Quotenabschlag sollten vorab geprüft werden. AdmiralBet ist vor allem für Spieler interessant, die auf eine österreichisch geprägte Spielhallen-Tradition setzen und ein Wettprogramm suchen, das nicht auf Fußball reduziert ist. Die Casino-Erlaubnis ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln und gehört nicht zur Bewertung der Sportwetten.

LeoVegas: Neueste Erlaubnis im Feld

LeoVegas hat seine Sportwetten-Erlaubnis erst am 21. Oktober 2024 erhalten; Inhaber ist die LVSports Limited. Der Anbieter ist im Glücksspielbereich vor allem als Casino-Marke bekannt und tritt in Deutschland erst seit kurzem mit einer eigenen Sportwetten-Erlaubnis auf. Daneben besteht eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 27. Februar 2023. Das ist eine vergleichsweise junge Erlaubnis, die allerdings mit dem vollen Pflichtenkatalog der GGL verbunden ist: OASIS-Anbindung, LUGAS-Limitdatei, eigene Zahlungskonten, vollständige Verifizierung.

Für eine Lucky 31 ist LeoVegas eine Option für Spieler, die einen Anbieter mit kurzer deutscher Historie akzeptieren. Angaben zur Wettsteuer-Behandlung oder Systemwetten-Darstellung sind in den AGB zu prüfen. Wer auf Beständigkeit am deutschen Markt Wert legt, findet sie eher bei einem Anbieter mit Erlaubnis seit 2020.

Sportingbet: Wettsteuer nach RennwLottG

Sportingbet ist ebenfalls seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist, Inhaber ist die Sportingbet (Deutschland) Limited. Die Marke ist im Sportwettenbereich etabliert und liefert eine der klarsten Beschreibungen der eigenen Wettsteuer-Regelung. Nach den Wettregeln des Anbieters gilt eine Steuer von 5 % des Wetteinsatzes nach § 17 des Rennwett- und Lotteriegesetzes; bei gewonnenen Wetten behält das Unternehmen 5 % des Bruttogewinns (Einsatz × Quote) vom Gewinn ein. Das ist die durchgereichte Variante: Der Anbieter schreibt die Quote brutto, zieht aber 5 % des Bruttogewinns ab, bevor er auszahlt.

Höchstgewinne liegen bei Sportingbet nach den AGB bei 100.000 € pro Wette und 250.000 € Nettogewinn innerhalb von sieben Tagen; darüber hinaus besteht keine Auszahlungspflicht. Cash-Out ist nur bei Einzel- und Kombiwetten möglich, nicht bei Systemwetten und nicht bei als Freebet abgeschlossenen Wetten; der Betrag richtet sich nach den aktuellen Quoten und wird erst nach Wettauswertung gutgeschrieben. Eine Lucky 31 fällt damit bei Sportingbet nicht unter Cash-Out. Wer eine Lucky 31 spielt und vorzeitig aussteigen will, kann das bei Sportingbet nicht. Das Wettprogramm umfasst unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker, dazu einen Wettkonfigurator („Konfigurator+“) und Live-Wetten.

Tipico: Deutscher Marktführer mit EuGH-Verfahren

Tipico ist ebenfalls seit dem 9. Oktober 2020 gelistet; Inhaber ist die Tipico Co. Limited mit Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta. Das Unternehmen wurde 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle gegründet und ist heute der bekannteste deutsche Sportwettenanbieter mit Filialnetz und Online-Plattform. Was Tipico von vielen Mitbewerbern unterscheidet, ist die Behandlung der Wettsteuer: Tipico trägt die 5,3 % Sportwettensteuer selbst und schreibt die Quoten netto aus, sodass der ausgeschriebene Gewinn auch ausgezahlt wird.

Das EuGH-Verfahren, das der BGH 2024 vorgelegt hat und zu dem der Generalanwalt im März 2026 Schlussanträge gestellt hat, betrifft einen einzelnen Kläger, der für die Jahre 2013 bis 2018 mehr als 3.700 € Verluste von Tipico zurückfordert. Das Verfahren ist offen und betrifft die Frage, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Es bezieht sich nicht auf lizenzierte deutsche Wetten bei Tipico nach 2020, sondern auf einen früheren Zeitraum. Für den aktuellen Spielbetrieb bei Tipico hat es keine unmittelbaren Folgen.

Für eine Lucky 31 ist Tipico vor allem wegen der steuerfreien Auszahlung interessant; 31 Linien mit 5 % Quotenabschlag summieren sich zu einem spürbaren Betrag, der bei Tipico entfällt. Die Plattform ist zudem die in den Medien am stärksten präsente deutsche Sportwettenmarke, was bei der Suche nach Filialen in der Nähe hilft.

Betway: Cash-Out mit Anzeige in „Meine Wetten“

Betway ist seit dem 9. März 2021 auf der Whitelist, Inhaber ist die Betway Limited. Die App-Beschreibung im Apple App Store nennt einen Wettkonfigurator für Fußballspiele und einen Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Cash-Out ist über das grüne Symbol im Bereich „Meine Wetten“ verfügbar; ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil.

Ob Betway die Wettsteuer trägt oder durchreicht und ob Cash-Out bei Systemwetten greift, ist in der AGB zu prüfen. Betway ist vor allem für Spieler interessant, die Fußball-lastig wetten und einen breit aufgestellten Konfigurator nutzen wollen.

ODDSET: Deutscher Traditionsanbieter mit klarer Systemtabelle

ODDSET ist seit dem 18. November 2020 auf der Whitelist, Inhaber ist die Oddset Sportwetten GmbH. Die Marke gehört zur staatlichen Lotto-Familie und positioniert sich als deutscher Anbieter mit klarer AGB-Sprache. Nach den AGB erhebt ODDSET bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland eine Gebühr von 5 % auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette; nach Abzug der Gebühr ergibt sich der für die Auszahlung maßgebliche Nettogewinn. Das ist die durchgereichte Variante, klar beschrieben.

Für die Lucky 31 ist ODDSET besonders interessant, weil die Systemtabelle im Wettprogramm das System „ALL“ mit 31 Wetten für fünf Auswahlen explizit auflistet. Wer das System verstehen will, kann bei ODDSET nachlesen, wie die 31 Wetten zustande kommen. Die Plattform ist im Vergleich zu internationalen Marken nüchterner aufgebaut, was bei der Frage, was eine Lucky 31 rechnerisch bedeutet, hilft.

bet365: Wettkonfigurator-Boost und Gewinn-Boost

bet365 ist ebenfalls seit dem 9. Oktober 2020 gelistet; Inhaber ist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Die Marke ist international die bekannteste im Sportwettenbereich und bietet auf der deutschen Seite zwei relevante Bonusfunktionen: einen Boost für den Wetten-Konfigurator bei drei oder mehr Auswahlen und kombinierten Quoten ab 2,00 sowie einen Gewinn-Boost für Kombiwetten, dessen Prozentsatz von der Zahl der Auswahlen abhängt.

Beide Boosts gelten für Kombiwetten und Konfigurator-Wetten, nicht ohne Weiteres für Systemwetten wie die Lucky 31. Wer eine Lucky 31 spielen will und auf den Gewinn-Boost hofft, sollte in der AGB prüfen, ob Systemwetten unter den Boost fallen. Auch die Behandlung der Wettsteuer und die Verfügbarkeit von Cash-Out für die Lucky 31 sollten vor der Registrierung in den AGB geprüft werden.

Welcher Anbieter passt zu welchem Spielertyp

Eine Lucky 31 ist ein System für Spieler, die fünf Auswahlen sicher genug finden, um den 31-fachen Einsatz zu riskieren, und die gleichzeitig einzelne Linienauszahlungen mitnehmen wollen, wenn drei oder vier Tipps danebengehen. Wer diesen Spieltyp bedient, findet im Feld der zehn Anbieter vier Profile.

Wer die Wettsteuer nicht selbst tragen will, ist bei Tipico am besten aufgehoben. Tipico schreibt die Quoten netto und übernimmt die 5,3 % Sportwettensteuer, was sich bei einer 31-fachen Linienstruktur besonders deutlich auswirkt. Wer hingegen einen Anbieter mit möglichst hoher Quotenqualität sucht, vergleicht am besten am konkreten Wettprogramm, denn die Quoten variieren von Anbieter zu Anbieter und von Markt zu Markt. Hier hilft nur die eigene Beobachtung über mehrere Spiele hinweg.

Wer das System selbst verstehen will, ist bei ODDSET gut aufgehoben, weil die Systemtabelle im Wettprogramm die 31 Wetten explizit auflistet. Wer einen Wettkonfigurator mit breiter Funktionalität sucht, ist bei bwin, Betway oder bet365 gut bedient; alle drei bieten Konfigurator-Funktionen, die bei mehreren Auswahlen über Spiele hinweg helfen. Wer auf ein Höchstgewinn-Limit achtet, das nicht zu früh greift, findet bei Wettarena mit bis zu 250.000 € pro Wettschein und pro Woche die höchste dokumentierte Obergrenze im Vergleich, gefolgt von Sportingbet mit 100.000 € pro Wette und 250.000 € innerhalb von sieben Tagen.

Wer ein möglichst junges Whitelist-Profil mit vollständigem Schutzsystem sucht, ist bei LeoVegas richtig. Wer einen Anbieter mit möglichst langer Vollregime-Erfahrung sucht, findet sie bei Tipico, bwin, bet365 und Sportingbet, die alle seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist stehen. AdmiralBet bringt zusätzlich eine österreichische Spielhallen-Historie mit, was sich am Wettprogramm bemerkbar macht. Betway ist die Marke für Spieler, die eine einfach strukturierte Cash-Out-Funktion schätzen. MERKUR BETS ist die Marke für Spieler, die einen Anbieter aus der Spielstätten-Tradition suchen.

Häufige Fragen zur Lucky 31 und zu deutschen Wettanbietern

Was ist eine Lucky-31-Wette, und woraus besteht sie?

Eine Lucky 31 ist eine Full-Cover-Wette auf fünf Auswahlen, die alle mathematisch möglichen Kombinationen aus den fünf Tipps als einzelne Wetten enthält. Konkret sind das fünf Einzelwetten, zehn Zweier-Kombiwetten, zehn Dreier-Kombiwetten, fünf Vierer-Kombiwetten und eine Fünfer-Kombiwette, zusammen 31 Wetten. Der Gesamteinsatz entspricht dem Linieneinsatz multipliziert mit 31. Im Unterschied zur Lucky 15 enthält die Lucky 31 die fünf Einzelwetten, weshalb schon ein einzelner richtiger Tipp zu einer Auszahlung führt.

Wie viele Wetten ergibt das System „ALL“ bei fünf gewählten Tipps?

Das System „ALL“ ergibt bei fünf gewählten Tipps 31 Wetten, aufgeschlüsselt in fünf Einzelwetten, zehn Zweier-Kombiwetten, zehn Dreier-Kombiwetten, fünf Vierer-Kombiwetten und eine Fünfer-Kombiwette. Die ODDSET-Systemtabelle nennt diese Zahl explizit; sie ergibt sich rechnerisch aus der Summe der Binomialkoeffizienten $binom{5}{1} + binom{5}{2} + binom{5}{3} + binom{5}{4} + binom{5}{5}$.

Wie unterscheidet sich die Lucky 31 von der Lucky 15?

Die Lucky 15 besteht aus zehn Zweier-, zehn Dreier-, fünf Vierer- und einer Fünfer-Kombiwette, also 15 Wetten, und enthält keine Einzelwetten. Die Lucky 31 enthält zusätzlich die fünf Einzelwetten, kommt damit auf 31 Wetten und schüttet bereits bei einem einzigen richtigen Tipp etwas aus. Beide Systeme verwenden dieselbe Fünfer-Auswahl; der Unterschied liegt ausschließlich im Einschluss der Einzelwetten und im damit verbundenen höheren Gesamteinsatz.

Wie berechnet ein Lucky-31-Rechner den Gesamteinsatz und die Auszahlung?

Der Rechner multipliziert den Linieneinsatz mit 31, um den Gesamteinsatz zu erhalten. Die Auszahlung jeder Linie ist Linieneinsatz × Quote. Die maximale Gesamtauszahlung ist die Summe aller 31 Linienauszahlungen, realisiert nur, wenn alle fünf Auswahlen richtig sind. Bei Teilerfolg werden nur diejenigen Linien ausgezahlt, deren Auswahlen vollständig richtig sind; alle anderen Linien sind verloren. Eine Reduktion um die Wettsteuer erfolgt, sofern der Anbieter die Steuer durchreicht.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Gewinne aus Systemwetten aus?

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, was rund 5,03 % des Bruttogewinns entspricht. Sie wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spieler. Ob und wie der Anbieter sie an den Kunden weitergibt, variiert: Manche Anbieter tragen die Steuer und schreiben die Quoten netto aus, andere schlagen sie als Quotenabschlag auf den Gewinn auf. Bei einer Lucky 31 mit 31 Linien summieren sich kleine Quotenabschläge zu einem spürbaren Betrag, weshalb die Wahl des Anbieters bei steuerdurchgereichten Modellen spürbare Folgen hat.

Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter für Lucky-31-Wetten eine deutsche Erlaubnis auf der Whitelist hat?

Die GGL führt auf ihrer Website die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV, die alle Erlaubnisinhaber mit Domain und Erlaubnisart auflistet. Der Snapshot vom 2. Oktober 2026 enthält 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis und drei weitere mit Pferdewetten-Erlaubnis. Wer auf der Whitelist steht, darf in Deutschland Sportwetten anbieten; wer nicht dort steht, ist nicht erlaubt. Die .de-Domain allein beweist nichts; entscheidend ist der Eintrag in der Whitelist mit der exakten Domain.

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